Archive for September 2009

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Kampfsocken

September 29, 2009

Thunderbolt – „Kampfsocken

Thunderbolt - Kampfsocken

Ja, Ihr lest richtig! Kampfsocken!! In doppelter Bedeutung, denn zum einen ist die >Thunderbolt ein Schlachtflugzeug der US-Luftwaffe, zum anderen war es mehr als Kampf die Socken herzustellen. Als ich die Socken angestrickt hatte, war ich sehr von der Qualität der Wolle (online Supersocke 6-fach Wellness II – color mit Aloe Vera, Jojoba-Öl und Vitamin E) begeistert, sie strickte sich einfach nur genial.  Bei den Farben waren weder mein Mann, noch ich uns sicher was das werden sollte. Ich dachte, strickste einfach mal zu, dann wird man schon sehen, was es wird.

Thunderbolt - Kampfsocken

Das Muster hatte ich aus eins der gekauften Bücher und kam im ersten Moment mit der Anleitung so gar nicht klar. Wieder einmal mußten mir die Mädels der Yahoo Group helfen. Danke Euch übrigens, Ihr seit toll! :-) Nach ein paar Runden fiel mir das Muster sehr leicht und ich freute mich über Muster, Wolle und sogar die Farben, die sich letztendlich als eine Art Camouflage herausstellten. Schaft und Ferse waren schnell gestrickt. Doch plötzlich bemerkte ich im Fußbereich, dass ich 5 Runden vorher einen Fehler gestrickt hatte.

Normalerweise ist das inzwischen für mich kein Problem mehr. Auftrennen, Maschen wieder aufnehmen, fertig. Nur in dem Fall besteht das Muster aus ständigem Ab- und Zunehmen. Die Zunahme erfolgte durch Verdoppeln der Maschen und nach dem Auftrennen war der erste Kampf, die Maschen wieder richtig aufzunehmen. Das hat mich zwar einige Zeit gekostet, ging aber soweit in Ordnung. Leider habe ich beim Aufnehmen der Maschen, alle Maschen um eine Masche versetzt! Das heißt, das ganze Muster stimmte hinten und vorne nicht mehr, was ich jedoch auch erst wieder nach ein paar Reihen bemerkte. Also hieß es zurückstricken!! Diesesmal sparte ich mir nämlich die Auftrennerei, weil ich Angst hatte, die Maschen nicht mehr richtig aufnehmen zu können.

Machen wirs kurz: Es kostete mich GESCHLAGENE 3 STUNDEN den Socken zu reparieren :-( Ich betete bis zum Schluss, dass mir keine Masche mehr herunterfällt oder sich sonst irgendwo ein Fehler einschleicht, denn Auftrennen bei dem Muster – grauenhaft! Leider sind Männerfüße ganz schön lang, bei Größe 43 hatte ich ganze 22,5 cm Fuß zu stricken und ich schwitze nicht schlecht dabei.

Verusichert und nervös machte ich mich an den zweiten Socken, denn mein Mann freute sich schon auf seine neuen Camouflagesocken. Beim zweiten Socken machte ich nur noch kleine Fehler, die zum Teil ausgebügelt, zum Teil (entschuldige aber es ging nicht anders) einfach drin blieben! Man sieht es nicht, esseidenn man untersucht die Socken mit der Lupe.

Eigentlich wollte ich meinem Vater mit dem Muster auch Socken stricken, denn das Muster sieht am Fuß einfach sehr schön aus, aber ich glaube das überlege ich mir lieber noch einmal.

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Der Winter guckt ums Eck

September 29, 2009

Heute mal ein Beitrag von Thorsten, damit der Blog hier nicht nur von Socken überflutet wird ;-)

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schnee_endeseptembersooooo …. heute hat der Winter Einzug gehalten.
Im Ernst … es hat geschneit.

Hebstliche Temperaturen haben wir ja seit einigen Wochen, aber inzwischen wird Nachts die 0° C Marke locker geknackt und tagsüber erfreuen wir uns an herrlichen 3°+ auf der Veranda.

Kari flitzt natürlich fleißig mit den Jungs und dem Trainigswagen in der Gegend herum. Vorgestern war sie besonders schnell …… Auf ihrem Standardtrainigswaldweg dampfte ein frischer Bärenhaufen fröhlich vor sich hin. Da mag der Bär nicht weit gewesen sein. Die Entscheidung umzudrehen ist da durchaus gerechtfertigt.

neuebaenke_09Von Bekannten haben wir uns gestern 3 Holzbänke für unseren Feuerplatz abgeholt. Halbe Baumstämme mit bis zu 250 cm Länge, die Querbalken in Blockhausbauweise quer darunter. Die halten Ewigkeiten, allerdings kann man sie auch nicht alleine bewegen.
Müssen jetzt nur noch, wenn das Wetter mitspielt, mit Träolja, Holzöl, und etwas verdünntem Pech angestrichen werden.
Und nein, wir sind nicht zu spät dran für die Holzbänke. Feuerstellen werden hier sehr gerne und oft im Winter benutzt.
Netter Nebeneffekt war ein fränkisches Vesper bei unseren Bekannten, die vor 7 Jahren aus Nürnberg nach Schweden kamen. Selbstgeräucherten Schinken, Pressack, Leberwurst, selbst gebackenes deutsches Brot …. herrlich.
Irgendwie hatten wir ne gute Zeit erwischt, denn die beiden kamen gerade von einer Outdoor-Übernachtung mit dem Floß wieder.

Ich war dann auch heute mal wieder auf dem Amt um meine permanente Personennummer zu beantragen (die temporäre habe ich ja schon) und mir ist aufgefallen dass ich mich eventuell mal wieder rasieren und auf die Wollmütze verzichten sollte wenn ich behördliche Gänge vor mir habe.
Das Formular für Einwanderer gibts in nahezu allen EU Sprachen, is ja auch kein Problem ….. es hat nur gedauert bis ich der netten Dame erklären konnte dass ich nicht aus einem Islamischen Staat stamme und mein Vollbart keinesfalls religösen Charakter hat …… mir wurde nämlich zunächst das „Flykting“ (Flüchtling) Formular vorgelegt.
Ich schwöre …ich habe nicht arabisch gesprochen!!!

Unsere Kontakte im Dorf mehren sich allerdings.
Am Wochenende hätte sich eine Türklingel gelohnt.
Schweden besuchen einander gerne zu einem Tässchen Kaffee, und es scheint sich herumgesprochen zu haben dass wir eine einigermaßen moderne Kaffeemaschine unser eigen nennen dürfen.
Naja, das Dorf ist ohnehin multikulturell. Cornelia ist aus Österreich, Rune und Magnus sind aus Norwegen, Sif aus Island, Katerina und Jachym aus Tschechien, Tome ist, man glaubt es kaum Schwede und Gunnar ist schwul.
Passt schon hier …..

Tome hatte uns vom Schlachten einige Elchknochen mitgebracht, zur großen Freude unserer Hunde.
Immerhin ist ja gerade erst die Elchjagd vorläufig vorbei.
Also Pause sozusagen, Verschnaufpause …. obwohl das auch nicht ganz richtig ist.
Also die Elche werden momentan nicht gejagt weil, wie das unsere Nachbarin so schön sagte, die Elche gerade Babies machen.

Johoooo, Brunftzeit.
Allenthalben dringt lustvolles Stöhnen aus dem Wald, Elchbullen werfen sich in Positur , mit stolz erhobenem Hörnchen….. ich meine Geweih, Elchkühe wackeln verführerisch mit ihren Heckteilen ….. ja da gehts ab …. das Kamasutra der Elche.
Wer als Naturbeobachter, sozusagen Voyeur naturelle, etwas zu sehen bekommen will, muss nur nachts mit seiner Ficklampa durchs Gebüsch schleichen. Hoppla, nicht dass wir uns falsch verstehen …. eine Ficklampa ist eine Taschenlampe.

Trotzdem irgendwie tun sie mir leid ……die Elche.
Ab Oktober wird wieder geballert. Wer bis dahin nicht zum Schuss gekommen ist, kann das Pech haben jungfräulich vom Jäger erwischt zu werden.

Das Leben ist hart.

/Thorsten

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Ach ja, unser dritter Zwinger ist auch fertig. Wird Zeit dass mehr Hunde einziehen! Meist tummeln sich die Jungs aber ohnehin in einem Eck, vorallem wenn es was zu gucken gibt und sie gerade mal wieder ihre Heulattacke haben.

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Lavender walk und andere Projekte

September 27, 2009

Wird das noch ein reiner Sockenblog? Vielleicht kurzfristig ;-)

„Schwedentechnisch“ gibt es momentan wenig zu berichten. Die Herbststürme dauern an und die Jagd hat gerade Pause, weil, wie unsere Nachbarin so schön erklärt hat „die Elche gerade Babies machen“. Und beim Sex wollen wir die Elche nun wirklich nicht stören *g* Meine Paprikapflanzen bekommen Knospen, liegt wahrscheinlich daran, dass unser norwegischer Holzofen so gut heizt und wir haben das Haus ständig mit Besuch voll. Norweger, Österreicher, Schweden und Universaleuropäer aus unserem Dorf haben uns entdeckt und wollen uns nun integrieren. Mal sehen inwieweit es ihnen gelingt *g* Zumindest sind wir schon ganz toll mit Elchknochen- und fleisch für die Hunde versorgt worden. Nur der „human refrigerator“ ist noch nicht mit Elchfleisch gefüllt. Aber das soll noch kommen…

Aber vorerst zu den Socken:

„Lavenderwalk“

lavenderwalk

ist fertig :-)) Nachdem mir kein Name eingefallen ist, habe ich in der Yahoo Group um Anregung gefragt. Vielen Dank Conny für den tollen Namen!  Die 6-fache Wolle von Online hat geradezu danach geschrien im >Jaywalkermuster verstrickt zu werden. Puh.. ich hatte ganz schön Schwierigkeiten am Anfang und habe glatt einen halben Schaft nochmal aufmachen müssen. Aber nach einer Weile ging mir das Muster locker von der Hand und es hat sogar großen Spaß gemacht!

13a_lavenderwalkDie zweite Socke wurde natürlich gleichmäßiger, da war ich dann schon voll in Übung. Was mich an diesen Socken begeistert, ist, dass es das erste Paar Socken komplett ohne ungewollte Löcher ist!! Ich war so glücklich und stolz, dass ich glaub ein paar Leute damit genervt habe *lach*

13b_lavenderwalkLustig ist, wie unterschiedlich die Wolle bei verschiedenen Lichtverhältnissen wirkt. Und guckst du Mama, wie gleichmäßig ich stricken kann :-)))) Außerdem habe ich das erste Mal die verstärkte Ferse ausprobiert. Klappt super und sieht auch noch gut aus.

wollkorb————————————————

Meinen Zauberball Flussbett habe ich wieder aufgetrennt, weil er viel zu „labbich“ war. Ich glaube ich übe noch ein wenig, bevor ich mich an das filigrane Garn mache. Wolle habe ich inzwischen genug. Jaaaa, die Post war da :-) und hat tonnenweise Wolle und meine Bambusnadeln mitgebracht. Mit Bambus strickt es sich wesentlich besser, da die Nadeln nicht so rutschen und ganz leicht sind.

In den Paketen war auch handgefärbte Wolle, die natürlich als Strang geliefert werden und erst zum Knäul gewickelt werden müssen. Wieder was, was ich noch nie gemacht habe. Aber mit Hilfe der yahoo group Mädels habe ich auch das auf die Reihe bekommen. Thorsten hat ein wenig geholfen, sich erst beschwert und dann Faxen gemacht. So ein Strang ist ja ganz schön lang und somit konnte er meterweit weglaufen *seufz*

15_preview_sakariZuerst gewickelt habe ich eine Wolle von Next Creativo, genannt „oriental„.  Nach dem Anstricken sah es jedoch weniger orientalisch als mehr wie quietsche bunte Bonbons aus.

16_preview_iqniqDas zweite gewickelte Knäul kommt von Dornröschenwolle, „Schöne Katrinelje“ und lag mir in den Farben schon eher, obwohl auch diese Wolle sehr farbenfroh ist. Beim Wickeln gabs ein paar Probleme, weil der Strang aufgegangen war. Ich hatte einige Knoten zu entwirren und das Wickeln hat mich, sogar mit Thorstens Hilfe, mehr als 1 Stunde gekostet.

angestrickt_sept09Naja, jedenfalls bin ich hier umgeben von angestrickten und fast oder halb fertigen Socken. Mal sehen wie schnell ich welche Socken fertig bekomme. Die Camouflagesocken für Thorsten sind ja zum Glück fast fertig. Mit diesem Muster habe ich einige Kämpfe hinter mir, aber das ist eine neue Geschichte und wird ein ander Mal erzählt ;-)

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Strickwahn

September 20, 2009

Es könnte zur Sucht werden, das Sockenstricken.

Gleich vorneweg: die Profi-Kompliziert-Wolle habe ich noch nicht verstrickt. Nach einem weiteren kläglichen Scheitern habe ich mich dann doch wieder vorerst an die dicke Wolle gemacht. Wieder Socken für meinen Mann, und diesmal ohne dass er ständig als Größentabelle herhalten mußte *g*. Auch habe ich angefangen die Socken zu „dokumentieren“, sprich aufzuschreiben wieviele Maschen, welches Muster, welche Wolle etc. pp. Namen sollten nun die Socken auch bekommen, weil ich das einfach schöner finde. Zunächst habe ich mich für vorwiegend indianische und Inuit Namen entschieden, die Bedeutung jeweils mit notiert.

Tungortok – „is blue

Tungortok

In Ermangelung großer Wollauswahl wurden es nun wieder Socken aus Wolle der schwedischen Firma „Järbo“.  Ich bin ganz stolz, denn die Socken passen wie angegossen und die Maschen sehen schön gleichmäßig aus. Ärgerlich ist nach wie vor, dass ich den Übergang der Ferse immer noch recht löchrig stricke, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister und somit gebe ich auch hier nicht auf. Wie man auf dem Foto sieht, hat die Wolle von einem Knäul zum anderen, trotz gleicher Partie- und Farbnummer eine Farbabweichung. Nicht so toll, aber am Fuß (und in den Schuhen *lol*) fällt es nicht auf.

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Qugiq – „white hawk that flys in the sky

Quigiq

Diesmal ein paar Socken für mich und mit dünnerer Wolle gestrickt. Diese Wolle, auch von Järbo, ließ sich super leicht und super schnell stricken. Auch habe ich diesmal mein erstes Muster gestrickt, wenn auch ein sehr einfaches. Ich mag den schönen Farbverlauf und dass jede Socke anders aussieht.Leider auch hier etwas löchrig beim Fersenübergang. Aber zum Glück trägt man Socken am Fuß und nicht im Gesicht *g* . Ich gelobe Besserung.

Qquigiq

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Hatte ich schon erwähnt, dass ich Bündchenmuster hasse? Nicht? Dann werdet ihr das jetzt die nächsten Sockenblogartikel lang dauernd hören. Genau aus dem Grund habe ich was ganz was anderes versucht. Ja, das wird ein Socken ;-)

tsoyaha

Gut ok, die Methode ist nicht weniger nervig, denn ich mußte erstmal 32 Maschen auf der Rundnadel aufnehmen und geschlagene 112 Reihen stricken. Naja, wenigstens nur rechte Maschen *g* Herausgekommen ist dann tatsächlich ein Paar wunderschöner Socken:

Tsoyaha – „children of the sun

Toyaha

Da diese Wolle, auch von Järbo, langweilige Ringelsocken ergeben hätten, habe ich auch hier mir was einfallen lassen. Ein Wellenmuster (gefunden bei Capesocks) , das gar nicht so schwierig zu stricken war. Ok,ich gebe zu, 1x habe ich einen Schaft komplett aufgetrennt. Ich wollte ja das Muster zentriert auf dem Fußrücken haben, dabei hatte ich mich wohl einmal anständig verzählt. Trotzdem habe ich es geschafft und auch mit Absicht nicht mit derselben Farbe beim zweiten Socken begonnen.

tsoyaha

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Schwarze Mütze für Thorsten „namenlos“

05_thorsten_muetze

Richtig, keine Socken, denn die trägt man ja bekanntlich an den Füßen :D. Thorsten wollte eine Mütze von mir haben, da er früher mal eine tolle hatte, die irgendwann verschwunden war. Nun hatte ich ja endlich kapiert, wie man Socken strickt, aber Mützen? Wieder ging die Suche nach einer Anleitung los. Nur alle Mützen, die ich meinem Mann zeigte, gefielen ihm nicht. Meist waren sie ihm zu hoch oder hatten die falsche Form. Er wollte etwas, was nicht die Ohren bedeckt, sondern nur wie eine Kappe über den Ohren sitzt. Mit ein paar Grobangaben aus dem Internet und Thorstens Kopf als Maß, legte ich dann einfach mal los. 100 Maschen der dicken Wolle auf dem Nadelspiel strickte sich einfach nur furchtbar, vorallem nach dem vorangegangenen Sockenprojekt mit der dünneren, leicht zu strickenden Wolle. Erwähnte ich, dass ich Bündchenmuster hasse? :D So wurde das Bündchen nur knappe 4cm lang und der Rest glatt rechts. Während ich die Mütze strickte, erwähnte Thorsten gefühlte tausend Mal, dass die Mütze ja nicht zu lang werden sollte und so mußte ich darüber nachdenken, wie man am Besten die Kopfform schön rund hinbekommt. Ohne jegliche Anleitung habe ich die Abnahmen der Maschen so gestaltet, wie eine Sockenspitze, nur doppelt so viele. Letzendlich war dann die Mütze doch ein Stück zu kurz und ich mußte nochmal ein paar Zentimeter Bündchen anstricken. Ich werde jedenfalls beim Stricken nicht mehr auf Männer hören *g* Die Mütze passt jetzt ganz vorzüglich und mein Mann ist happy. :-)

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Meine Freundin sah all die Socken hier und mich eigentlich nur noch mit den Stricknadeln in der Hand, wenn sie mich besuchen kam. Klar, dass sie dann auch Socken von mir wollte, natürlich gaaaaaaaanz dicke zum Schlittenhunderennen fahren. Ich hatte zwar so gar keine Lust mehr auf dicke Wolle, denn irgendwie strickt sich dünnere dann doch besser (so ändern sich die Zeiten *g*) , trotzdem war mir Katerinas Wunsch Befehl und die Socken waren sehr schnell fertig.

Sanuye – „red clouds at sundown

sanuye

Dieses Mal habe ich die Bumerangferse ausprobiert, um den Löchern bei der normalen Ferse aus dem Weg zu gehen. Natürlich kam ich nicht sofort klar und einmal mußte aufgetrennt werden, dennoch finde ich diese Fersenversion etwas einfacher zu stricken und die Löcher sind etwas kleiner als die bei der anderen Ferse *lach* Auch die Spitze wollte ich anders haben und versuchte mich an der Sternchenspitze. Beides sieht gar nicht so schlecht aus und meine Maschen sind relativ gleichmäßig geworden.

sanuye_katerina

Da die Socken ja ein Geschenk sein sollten, gab es dann noch ein kleines Zettelchen mit Waschanleitung, Wollinfo und Name drauf. Leider hab ich hier in der Wildnis noch nicht alles zusammen, um den Zettel schöner zu gestalten, aber spätestens bis Weihnachten habe ich alles zusammen. Katerina war glücklich über die neuen Socken und wollte sie gar nicht anziehen, „weil sie so schön aussehen“ *lach*

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Tuwa – „earth

Tuwa

Endlich, endlich kam die bestellte Wolle aus dem Internet! Ich mußte nicht mehr mit der geringen Auswahl an Wolle, die es hier zu kaufen gibt vorlieb nehmen. Als erstes hab ich mir die Schoeller&Stahl Mexiko Country Colors Fb. Nr. 11 Grand Canyon ausgesucht, sozusagen ein „richtiges“ Sockengarn. Beim Anstricken hatte ich, wie erwartet, etwas Probleme. Das Bündchen (dieses gehasste Stück) wurde natürlich ziemlich unregelmäßig und ich fand die Wolle „klebt“ beim Stricken. Durchgebissen habe ich mich trotzdem und nach dem Schaft kam ich langsam zurecht. Die Ferse wurde wieder eine Bumerangferse, da ich finde, dass bei der normalen Ferse die Farben bei Verlaufswolle immer so zerrissen werden.

tuwa

Leider sind die Socken etwas zu groß geraten und an den Übergängen habe ich dieses Mal wieder meine üblichen Löcher gestrickt. Ich hab ja schon einiges ausprobiert und in diversen Foren nach Lösungen gesucht, aber noch nicht wirklich das Non+Ultra gefunden, aber ich bekomm das noch raus!! Ich mag die Farben der Wolle sehr und strick mir demnächst einfach noch ein paar aus der Wolle, denn ich hatte wohlweislich schon 2 Knäuel bestellt.

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Swedish berries – Schwedische Beeren

swedishberries

Sofort wurde die nächste Wolle von Schöller&Stahl angestrickt, Country Colors Fb. 27 Feuer. Beim Stricken haben mein Mann und ich  jedoch festgestellt, dass die Farben wenig mit Feuer zu tun haben, und Thorsten fand eher dass es aussieht wie schwedische Beeren. Also kein toller indianischer Name, sondern „swedish berries“! Und tatsächlich habe ich gestern beim Spazierengehen am Ströms vattudal genau die Farben gefunden, Preißelbeeren im Herbst:

berries190909

Das Gelb der Socken ist genau die Farbe, die >Moltebeeren hier haben (>Bild). Auch finden sich teilweise Farben von Blaubeeren und Himbeeren in den neuen Socken.

swedishberries

Jedenfalls passen die Socken mal wie angegossen, und die Löcher des Fersenübergangs halten sich auch in Grenzen *freu*. Wird doch langsam! Nach dem 100. Paar strick ich dann bestimmt ohne Löcher *g*

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Natürlich habe ich schon wieder ein paar Socken auf der Nadel ;-)

zauberballflussbett

Die Wolle, Schoppel, crazy Zauberball „Flussbett“, auch aus dem Internet bei ebay in einem tollen >shop (mit irrer schneller Lieferung und phantastischem Kundenservice! Danke Simona!) ist eher sehr dünn für meine Anfängerfinger. Leider habe ich immoment nur die billigen Stricknadeln aus dem hiesigen Hinterwäldler-Handarbeitsladen, die die feinen Fäden der Wolle immer so übel rupfen. Ich warte dringend auf meine, ebenfalls bei ebay bestellten Bambus-Stricknadeln und hoffe, dass sich damit die Wolle besser stricken lässt. [Die Holzschale ist aus einem Baumgeschwür gefertigt und war ein Geburtstagsgeschenk von schwedischen Freunden.]

Im übrigen sah unser Wohnzimmer vor einer Woche etwa so

wohnzimmer

aus ;-) Jetzt steht dort noch ein Korb mit Wolle und Thorsten hat sich zum Lesen schon auf unseren Sessel verdrückt, weil er auf dem Sofa keinen Platz mehr findet *g*. Wie es aussieht wird das aber eher noch schlimmer, da ich einige Pakete Wolle in diversen Onlineshops bestellt habe, auf die ich dringenst warte. Liebe schwedische Post, schickt Euch doch ein klein wenig für mich :-) Morgen ist Montag, Montag (Mittwoch und Freitag) kommt die Post  und ich hoffe, dass wenigstens ein Paket für mich dabei ist!

I’ll keep you updated!

/ Karigan

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Herbst – Jagdsaison

September 19, 2009

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Es ist ja eigentlich schon lange Herbst hier, aber so richtig los gings dann doch erst Anfang September.birkeaufderstrasse
Man merkt es hier an den Herbststürmen, die hier ums Haus wehen und nicht nur dort, denn man sieht doch des öfteren umgewehte Bäume auf der Straße liegen.

Aber vorallem merkt man es daran,  dass die Jäger zur Jagdsaison geblasen haben.
Die Bären – und Elchjagd hat begonnen! Überall sieht man die Jäger mit ihren auffallend neonfarbenen Kappen in ihren Autos vorbeiflitzen. Guckt man beim Durchfahren der kleinen Dörfer mal genauer in die Gärten, kann man ganze Elchköpfe in rießigen Töpfen vor sich hinköcheln sehen. Die Trophäen werden präpariert.
Ansich bekommen wir wenig von dieser Jagd mit. Ab und zu hört man einige Knaller im Wald, unsere Hunde heulen auffallend oft und spitzen die Ohren in Richtung Wald. Das liegt unter anderem auch daran, dass das eine oder andere Mal ein Jagdhund abhanden kommt und dann plötzlich bei uns vor der Tür steht. Die Jagdhunde, sehr oft Jämthunde , sind mit einem Sender ausgestattet, dass der Besitzer sie orten kann, sollten sie mal verloren gehen.  Sehen lustig aus die „verkabelten“ Hunde :D Offensichtlich gehen sie ganz schön oft verloren, denn wir haben schon einige einsame Jagdhunde auf der Straße gesehen, um unser Haus oder aber die Jäger, die neben ihrem Auto stehen und mit Ortungsgerät nach ihren Hunden suchen. Das Fleisch der erlegten Tiere wird auf Auktionen versteigert. Leider wissen wir noch nicht so genau wie und wo und ob wir daran überhaupt teilnehmen dürfen. Soweit uns bis jetzt bekannt, muß man ein Stück Wald besitzen, in dem die Jäger auch jagen, aber wir werden uns da nochmal schlau machen.

training00Ansonsten trainiere ich natürlich wieder fleißig :-) Die Jungs haben sichtlich Spaß, vorallem Goofy, der es nicht lassen kann Quatsch zu machen. Wichtig bei dem Herbsttraining ist das wässern zwischendurch. Plus 10°C ist nicht gerade die Arbeitstemperatur von Huskies, minus 10°C wäre ihnen natürlich lieber. Immoment trainieren wir 7km, um Kondition und Muskeln aufzubauen. Ein paar Bilder vom Training findet Ihr hier. IMG_0762a

Schön zu sehen in welchem katastrophalen Zustand die Straße hier vor einer Woche war. (Guckst Du Anke, es geht noch schlechter *g*) Ein Schlagloch neben dem nächsten und im 18km entfernten Renålandet war es so löchrig, dass wir wirklich Angst um unser Auto hatten. Renån wurde kurzerhand von uns in „Lochhausen“ umbenannt. Inzwischen wurde der Versuch unternommen die Straße zu richten. Viel ist nicht passiert, die Straße wurde einfach trocken aufgerissen, so dass sie  jetzt zwar ohne große Schlaglöcher ist, aber dafür Schotterpiste.

wolfvorhaengeAnsonsten gehts hier mit dem Eingewöhnen ziemlich schnell voran. Inzwischen haben wir ganz schön viele Bekannte hier. Neu zugezogen ist ein nettes junges Päärchen. Es geht hier mächtig international zu, denn die Frau kommt aus Island und der Mann aus Norwegen.  Von einem schwedischen Nachbarn habe sogar zwei Paprikapflanzen geschenkt bekommen. Leider habe ich mich bei ihm bedankt, was man laut seiner Aussage nicht soll, sonst gehen die Pflanzen ein. Vielmehr soll man sich Pflanzen bei Freunden oder Bekannten klauen, dann wachsen und gedeihen sie :D Ich hoffe trotzdem, dass meine Paprikaplänzchen was werden :-)  Wie man sieht habe ich auch neue Vorhänge. Ganz unikat wurden sie von einer Bekannten genäht, nachdem ich die schönen Wölfe in einem Stoffladen gefunden habe. zwingerbau_sept09

Da ja mehr Hunde geplant sind (ich hab einfach zu wenig Hunde!!) sind wir immer noch mit Zwingerbau beschäftigt. Thorsten hat fleißig schon den Boden gebaut und nun warten wir nur noch auf die bestellten Zwingerelemente. Hoffentlich kommen die bald, denn im Oktober will ja Chilkoot hier einziehen. :-)

Naja und was macht frau am Abend? Stricken natürlich :D aber das ist eine andere Geschichte und wird im nächsten Artikel erzählt.

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Socken die erste

September 4, 2009

Nach 20 Jahren habe ich mal wieder Stricknadeln in die Hand genommen.

Pullies stricken war ja ohnehin nie mein Ding, mit denen wurde ich nie fertig. Vorder – und Rückenteil (teilweise) wurden vielleicht damals noch fertig gestellt, aber für die Ärmel fehlte mir immer die Geduld. Meist hat dann meine Mutter die Pullies zu Ende gestrickt, was man jedoch deutlich sah! Irgendwie strickte ich ziemlich ungleichmäßig, wogegen meine Mutter so gleichmäßig strickte, als käme das Stück aus der Strickmaschine. Ich hab das immer beneidet und für mich beschlossen – Stricken ist nichts für mich!

Nun fehlt mir hier in Schweden für Regentage einfach ein wenig Beschäftigung. Beschäftigung, die keinen Dreck macht! *lach* Kurzerhand beschloss ich es doch nochmal mit Stricken zu probieren, aber diesmal kleinere Stücke. Socken schien mir da eine geniale Idee zu sein, da wir hier ohnehin warme Fußbekleidung brauchen. Und – Oh Wunder! – es fand sich sogar ein Wollladen im 50km entfernten Strömsund, der nicht nur die Wolle, sondern auch die Stricknadeln hatte.

Ok, Socken stricken, tolle Idee! Nur wie zum Geier ging das nochmal? Angeblich verlernt man Stricken genausowenig wie Fahrradfahren, trotzdem wußte ich immoment nicht einmal mehr wie man linke Maschen strickt ~:-| Na wozu gibts denn das Internet? Google auf, „linke Maschen stricken“ und sofort fand sich auch eine Anleitung. Auch eine Anleitung wie man Socken strickt war schnell gefunden. Nicht nur eine, sondern gleich viele, denn einige verstand ich schlicht nicht. Aha .. Überschlag.. abnehmen.. abheben .. Bündchenmuster .. Mir schwirrte der Kopf!  Nach einigem Durchbeißen, Nachdenken und Ausprobieren fand ich ich bin soweit den ersten Socken anzufangen.

Es sollten warme, dicke Socken für meinen Mann werden.

Also legte ich los. Nur mit wievielen Maschen fängt man nun an? Sämtliche Sockenanleitungen waren für Nadelstärke 2,5-3 und dünner Wolle. (braucht niemand dicke Socken?) Um es kurz zu machen: Ich hatte zuerst zuviele, dann zuwenig Maschen auf der Nadel und mußte insgesamt 3x auftrennen, weil die Größe nicht passte. Thorsten war schon mittelschwer genervt, weil ständig sein Fuß als Maß herhalten mußte. Letztendlich fand ich dann die richtige Maschenzahl und strickte munter darauf los.

Huch.. ein Fehler! Zurückstricken! Oh je, das mußte auch früher meine Mutter erledigen: „Mamaaaaaa, hilf mir mal!“ Ok, ich bin nun 40, meine Mutter 2500km weit weg, also mußte ich das selbst erledigen, was wider Erwarten sogar ganz gut ging. Nach Erreichen der Beinlänge wurde es dann richtig kompliziert. Wie die Ferse zu stricken war schien mir noch logisch, doch dann sollte ich ein Käppchen stricken! Autsch .. eine Masche fallen gelassen.. Mamaaaaaa .. Ah, sie ist ja nicht da. Masche wieder hochpfriemeln .. weiter. Für das Käppchen werden die Fersenmaschen in 3 Teile geteilt. Hey, ihr seit lustig, ich hab doch nur 5 Nadeln, wie soll das denn gehen? Auch das Problem bekam ich in den Griff, nur verstand ich offensichtlich was in der Anleitung völlig falsch, was aber erst nach dem 2. Socken und nach der Anprobe  klar wurde. Es fällt kaum auf, aber am Käppchen hab ich was falsch gemacht.

Tattaaaaa .. und hier sind sie nun: Die ersten von mir selbst gestrickten Sockensocks_sept01

Mein Mann hat sie auch gleich angezogen, sich gefreut und bekommt sie gar nicht mehr von den Füßen *lach*

Stolz wie Oskar und selbstbewußt wie ein Tiger wollte ich nun für mich Socken stricken. Ich bin ja jetzt schon Profi, ich kann das jetzt! *hust*
Diesmal nahm ich dünnere Wolle und auch dünnere Stricknadeln. Zudem habe ich ja kleinere Füße, also ging das Ausrechnen der Maschenanzahl wieder von vorne los. Nach diesmal nur 2x auftrennen, entschied ich mich für ein anderes Bündchenmuster und freute mich schon auf den tollen Farbverlauf, den die Wolle zeichnen sollte. Leider ist wohl diese Wolle für einen Anfänger wie mich nicht besonders geeignet. „Fisselig“ mit unterschiedlichen Fadenstärken kam meine alte Unfähigkeit gleichmäßig zu stricken so überdeutlich zum Vorschein, dass ich beinahe schon aufgeben wollte. Mutig habe ich mich durchgebissen, diesmal auch das Käppchen richtig gestrickt und nach Fertigstellung des ersten Socken, mich gleich an den zweiten gemacht. Nach einigen Zentimetern des zweiten Socken merkte ich jedoch, dass der Farbverlauf irgendwie anders war und ärgerte mich den halben Socken lang darüber. Als er jedoch fertig war, war es zwar nicht so wie ich wollte, aber sah auch irgendwie lustig aus. Sind es eben

Modern Art socks :D
socks_sept02Könnte man nur ein bißchen gleichmäßiger stricken würden sie vielleicht auch besser aussehen.

Schon mit etwas weniger Selbstbewußtsein bildete ich mir trotzdem ein ich könnte nun endlich mit der tollen Sockenwolle stricken, die ich im Wollladen erstanden hatte. „Ett Kvalitetsgarn från Marks&Kattens“ superwash und super toll. Schon nach Aufnahme der Maschen und dem verzweifelten Versuch ein paar Reihen davon zu verstricken, scheiterte ich kläglich. Kurzerhand wurde diese wundervolle Wolle samt Stricknadeln ins Eck gepfeffert.

wolle_fametrend

Na gut, bin ich eben ein Typ, der nur mit dicken Nadeln und einfacher dicker Wolle zurecht kommt. Ab ans nächste Projekt, aufgeben gibts nicht! (nur bißl nachgeben *g*) Mittlerweile waren wir auch mal wieder beim Einkaufen und ich habe mir schöne bunte dicke mellierte Wolle mitgebracht.  Beim ersten Socken lief alles vorzüglich und ich freute mich über das Muster. Sogar bei der Ferse habe ich versucht dass das Muster wenigstens einigermaßen passte. Gleichmäßig sah es jetzt auch endlich mal aus und mutig machte ich mich an den zweiten Socken. Haha ich bin ja schlau, dachte ich und habe  versucht das Muster der Wolle abzuzählen, um einen gleichen Socken zu bekommen. Pustekuchen! Die Abstände der Muster passen zwar, aber dieselben Muster sind es irgendwie nicht. Nach dem 4. Mal Auftrennen habe ich es dann so belassen. Trotzdem mag ich meine neuen Socken, sie sind dick und warm und bunt :-)

socks_sept03

Ob ich mich jetzt wohl an die dünne Wolle wagen soll? Oder strick ich besser meinem Mann noch buntige dicke Socken?

Ihr werdets vielleicht erfahren, wie ich mich entschieden hab ;-)

/Karigan

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Der Winter kann kommen ..

September 3, 2009

shirley

Könnt Ihr euch erinnern? Im Januar sind wir auf der Übernachtungstour bei -32°C fast erfroren. DAS soll uns nicht mehr passieren!

In Schweden kann man auch Post von USA bekommen ohne großen Umstand. Klar muß man hier auch Zoll bezahlen, aber kein Mensch interessiert sich dafür was in den Paketen drin ist. In D. hat man eine nette Benachrichtigung bekommen, dass ein Paket von Überland auf einen beim Zollamt wartet. Das nächste Zollamt in unserer alten Heimat war dann auch mal eben 40km entfernt. Wollte man dort nun seine bestellte Ware abholen, mußte man das Paket vor dem  mit Argusaugen beobachtenden Zollbeamten öffnen, damit dieser es in Augenschein nehmen konnte. Mit der Lupe wurde untersucht, ob es sich um Originale oder Plagiate oder sonstwas handelte, bevor man eine 4-fach ausgefertigte Zoll- und Steuererklärung ausgehändigt bekam. Der ganze Umstand dauerte in der Regel etwa 20-30 min. (abhänging vom Zollbeamten und wartenden Menschen) Hier liefert der Postbeamte einfach das Paket, drückt einem eine Rechnung über die Gebühren in die Hand und nimmt das Geld entgegen. Fertig!

winterjacken0Nun endlich endlich konnte ich anständige Winterausstattung kaufen!

Rechnet man Zoll und Liefergebühren zusammen, kommt der Kauf der Waren aus USA immer noch günstiger, als die Sachen in Europa zu kaufen.

Abgesehen davon, bekommt man in Europa kaum Winterausstattung für Extremtemperaturen. (und wenn doch zahlst Du dich dumm und duselig)

Über Freunde haben wir einen onlineshop gefunden, der unter anderem die Musher des Yukon Quest und Iditarod ausstattet und DIE brauchen es nun wirklich warm, wenn sie zwischen 1600 – 1850km mit dem Hundeschlitten durch Alaska und Kanada unterwegs sind.

Kurzerhand wurden Schlafsäcke bestellt, die auch noch bei -40°C warm halten (Thermolite® Extreme insulates), aus atmungsaktivem Material gefertig und wasserdicht. Der Schlafsack ist wirklich sehr leicht zu handhaben und die Reißverschlüsse klemmen kein bißchen. (self-cleaning No. 10 YKK® zipper) Mit dem compression stuff bag kann man den Schlafsack ganz klein und handlich packen, ideal für den Transport im Hundeschlitten. bigboots01

Neben ein paar super praktischen und warmen Winterjacken haben wir uns vorallem warme Schuhe bestellt. Für mich wurden es ein paar Pac boots, die bis -37°C (-100°F)  warm halten und ein paar extreme Trans Alaska Pac boots, -57°C / -135°F. Wasserdicht, atmungsaktiv und super mollig warm wirken die Schuhe jedoch eher wie Elefantenfüße *g*, was aber beim Laufen nicht stört. Ich werde dann Bericht erstatten, wie man damit auf dem Hundeschlitten zurecht kommt. Für Thorsten wurden es ein paar Extreme Pac boots, die bis -65°C (-150°F) warm halten. Immerhin soll er mir ja die Trail mit den Schneescooter spuren, da sollte er doch auch warme Füße haben ;-)  bigboots02 (Die Zigarettenschachtel mal als Größenvergleich)

Wir werden sehen, ob uns die Ausstattung warm hält, wovon ich mal stark ausgehe. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das wintertaugliche Zelt für mich, das am Besten schneefest, wasserdicht, warm und leicht und noch dazu einfach aufzubauen ist *g* Mal sehen ob es das Wunderding irgendwo zu kaufen gibt.

Hier noch eben der Link zu dem Shop: Cabelas.com

/Karigan

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Thorstens Wintervorbereitungen:

Es ist nicht zu übersehen, der Herbst kommt.
Damit verbunden sind die Vorbereitungen für den Winter.
Nicht nur für uns, sondern auch für die Hunde.

Für den demnächst bei uns einziehenden Chilkoot musste eine Hundehütte gebaut werden.doghouse_deluxe Soll ja auch ein dach überm Kopf haben, der arme Kerl.

Die Anforderungen an eine Hundehütte in nördlichen Regionen unterscheiden sich allerdings etwas von denen einer deutschen Hundehütte die mit ein paar Brettern und einer ordentlichen Lage Dachpappe auskommt.

Schnee, Wind und Kälte müssen beim Bau berücksichtigt werden. So liegt der Eingang erhöht, damit er nicht zuschneien kann und der liegenbleibende Schnee den Eingang verdeckt. Ein kleiner Windschutz muss angebracht werden und vor allem muss die Hütte auch bei extremen Temperaturen einigermassen warm halten. Das erreicht man indem die Hütte doppelwandig gebaut wird, Boden und (abnehmbares) Dach, werden zusätzlich mit 5 cm Styroporplatten gedämmt und alles wird dazu noch auf Klötze gestellt um den Bodenkontakt zu vermeiden.
Gegen Regen hat das Dach ein leichte Neigung und steht an der Vorderseite weiter über um den Eingang zu schützen.

Zum Schluss wird das ganze mit der üblichen „Rödfärg“ (die bekannte rote Farbe, die aus Schlamm gewonnen wird) gestrichen um das Holz witterungsbeständig zu machen.

/Thorsten