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Der Winter kann kommen ..

September 3, 2009

shirley

Könnt Ihr euch erinnern? Im Januar sind wir auf der Übernachtungstour bei -32°C fast erfroren. DAS soll uns nicht mehr passieren!

In Schweden kann man auch Post von USA bekommen ohne großen Umstand. Klar muß man hier auch Zoll bezahlen, aber kein Mensch interessiert sich dafür was in den Paketen drin ist. In D. hat man eine nette Benachrichtigung bekommen, dass ein Paket von Überland auf einen beim Zollamt wartet. Das nächste Zollamt in unserer alten Heimat war dann auch mal eben 40km entfernt. Wollte man dort nun seine bestellte Ware abholen, mußte man das Paket vor dem  mit Argusaugen beobachtenden Zollbeamten öffnen, damit dieser es in Augenschein nehmen konnte. Mit der Lupe wurde untersucht, ob es sich um Originale oder Plagiate oder sonstwas handelte, bevor man eine 4-fach ausgefertigte Zoll- und Steuererklärung ausgehändigt bekam. Der ganze Umstand dauerte in der Regel etwa 20-30 min. (abhänging vom Zollbeamten und wartenden Menschen) Hier liefert der Postbeamte einfach das Paket, drückt einem eine Rechnung über die Gebühren in die Hand und nimmt das Geld entgegen. Fertig!

winterjacken0Nun endlich endlich konnte ich anständige Winterausstattung kaufen!

Rechnet man Zoll und Liefergebühren zusammen, kommt der Kauf der Waren aus USA immer noch günstiger, als die Sachen in Europa zu kaufen.

Abgesehen davon, bekommt man in Europa kaum Winterausstattung für Extremtemperaturen. (und wenn doch zahlst Du dich dumm und duselig)

Über Freunde haben wir einen onlineshop gefunden, der unter anderem die Musher des Yukon Quest und Iditarod ausstattet und DIE brauchen es nun wirklich warm, wenn sie zwischen 1600 – 1850km mit dem Hundeschlitten durch Alaska und Kanada unterwegs sind.

Kurzerhand wurden Schlafsäcke bestellt, die auch noch bei -40°C warm halten (Thermolite® Extreme insulates), aus atmungsaktivem Material gefertig und wasserdicht. Der Schlafsack ist wirklich sehr leicht zu handhaben und die Reißverschlüsse klemmen kein bißchen. (self-cleaning No. 10 YKK® zipper) Mit dem compression stuff bag kann man den Schlafsack ganz klein und handlich packen, ideal für den Transport im Hundeschlitten. bigboots01

Neben ein paar super praktischen und warmen Winterjacken haben wir uns vorallem warme Schuhe bestellt. Für mich wurden es ein paar Pac boots, die bis -37°C (-100°F)  warm halten und ein paar extreme Trans Alaska Pac boots, -57°C / -135°F. Wasserdicht, atmungsaktiv und super mollig warm wirken die Schuhe jedoch eher wie Elefantenfüße *g*, was aber beim Laufen nicht stört. Ich werde dann Bericht erstatten, wie man damit auf dem Hundeschlitten zurecht kommt. Für Thorsten wurden es ein paar Extreme Pac boots, die bis -65°C (-150°F) warm halten. Immerhin soll er mir ja die Trail mit den Schneescooter spuren, da sollte er doch auch warme Füße haben ;-)  bigboots02 (Die Zigarettenschachtel mal als Größenvergleich)

Wir werden sehen, ob uns die Ausstattung warm hält, wovon ich mal stark ausgehe. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das wintertaugliche Zelt für mich, das am Besten schneefest, wasserdicht, warm und leicht und noch dazu einfach aufzubauen ist *g* Mal sehen ob es das Wunderding irgendwo zu kaufen gibt.

Hier noch eben der Link zu dem Shop: Cabelas.com

/Karigan

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Thorstens Wintervorbereitungen:

Es ist nicht zu übersehen, der Herbst kommt.
Damit verbunden sind die Vorbereitungen für den Winter.
Nicht nur für uns, sondern auch für die Hunde.

Für den demnächst bei uns einziehenden Chilkoot musste eine Hundehütte gebaut werden.doghouse_deluxe Soll ja auch ein dach überm Kopf haben, der arme Kerl.

Die Anforderungen an eine Hundehütte in nördlichen Regionen unterscheiden sich allerdings etwas von denen einer deutschen Hundehütte die mit ein paar Brettern und einer ordentlichen Lage Dachpappe auskommt.

Schnee, Wind und Kälte müssen beim Bau berücksichtigt werden. So liegt der Eingang erhöht, damit er nicht zuschneien kann und der liegenbleibende Schnee den Eingang verdeckt. Ein kleiner Windschutz muss angebracht werden und vor allem muss die Hütte auch bei extremen Temperaturen einigermassen warm halten. Das erreicht man indem die Hütte doppelwandig gebaut wird, Boden und (abnehmbares) Dach, werden zusätzlich mit 5 cm Styroporplatten gedämmt und alles wird dazu noch auf Klötze gestellt um den Bodenkontakt zu vermeiden.
Gegen Regen hat das Dach ein leichte Neigung und steht an der Vorderseite weiter über um den Eingang zu schützen.

Zum Schluss wird das ganze mit der üblichen „Rödfärg“ (die bekannte rote Farbe, die aus Schlamm gewonnen wird) gestrichen um das Holz witterungsbeständig zu machen.

/Thorsten

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One comment

  1. das zelt zum hinwerfen oder zum einfach und umständlich aufbauen ?? ;D



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